ஜ - Traum ? - ஜ

Es regnete...
Regentropfen prasselten leise ans Fenster...
draussen war es dunkel...
ungemütlich und kalt.

Ich fror..
kuschelte mich noch mehr in meine übergrosse Strickjacke.

Mal wieder konnte ich nicht schlafen.

Zu viele Gedanken im Kopf.

Zu viele Tränen geweint.

Im Bett konnte ich auch nicht liegen...
viel zu gross kam es mir vor...verlassen und einsam.

Also beschloss ich...etwas in den Regen zu schauen.

Draussen war es einsam...kein Mensch war draussen...
kein Auto fuhr.

Versonnen schaute ich einer Regentrofen-Spur hinterher..

"Man müsste eine Zeitmaschine haben...
dann könnte ich nochmal zurück..
und etwas tun...
bevor es zu spät ist...."

murmelte ich.

"Aber soweit ich weiss,
hat sie noch keiner erfunden."

Ich lächelte kurz...
wann hab ich eigentlich zum letzten mal richtig gelächelt.
Oder gar gelacht.

Lange her...zu lange.

Was ist das ??

Hinter mir ein leises flüstern.

Angst machte sich in mir breit..
im Spiegelbild des Fensters sah ich Schatten.

Aber merkwürdigerweise machten sie mir keine Angst.

Ein kleiner Schatten...
ein Kind...etwa sechs..sieben Jahre alt..sass auf dem Bett.

Im Schaukelstuhl..etwas weiter hinten im Zimmer sass eine ältere Frau..
mir irgendwie seltsam vertraut.

Neben ihr lag ein alter, ergrauter Hund.

Seltsam.

Wo kamen sie auf
einmal her.

Langsam...vorsichtig drehte ich mich um...

das Kind kam zu mir,nahm mich an die Hand.

Setzte sich mit mir auf das Bett.

Es war zu dunkel im Zimmer, um das Gesicht des kleinen Mädchens
genau zu erkennen.

Plötzlich fing es zu reden...

"Warum bist Du so traurig"
fragte sie...und schaute mich neugierig 
an.

Ich zuckte mit denSchultern.
Was versteht ein so kleines
Kind schon von Liebeskummer...verlorener Liebe...Fehlern,
die gemacht wurden.
Worte,die gesprochen wurden.

"Ach....."
antworte ich...
"Ich habe mir mein Leben 
einmal ganz anders vorgestellt."

Das kleine Mädchen kicherte...
"Ja, ich weiss..."
antwortete sie...

"Du wolltest etwas aus Deinem
Leben machen......
einen Hund haben...
einen Prinzen heiraten...
und glücklich sein"

Erstaunt schaute ich sie an.

Woher wusste sie das.

"Ja..." entgegnete ich...
"und was hab ich aus meinem Leben gemacht, hmmm.
Meeresbiologie habe ich nicht studiert"

"Nein...aber Du hast ein wundervolles Kind geboren und
grossgezogen"

"Hmmmm"

nachdenklich schaute ich aus dem Fenster.

"Weisst Du...."

sprach das Kind...

"die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern.
Du hast gelebt..geliebt..gelitten.
Gute und weniger gute Entscheidungen getroffen.
Bestimmt den ein oder anderen Fehler gemacht.
Aber jeder Fehler...jede Entscheidung
prägt unser weiteres Leben...
aus vielem lernen wir...einige machen wir immer wieder,
bis wir merken,
oft auf nicht sehr schöne Art...das wir etwas in unserem 
Leben ändern müssen.

Aber...jede Entscheidungjeder Fehler hat Dich reifen lassen.
Dich zu dem Menschen gemacht,der Du heute bist.

Es ist nicht zu spät, Fehler zu bereuen...
aus ihnen für das weitere Leben zu lernen."

Sanft strich mir das Kind die Haare aus dem Gesicht,
wischte eine Träne wegund hauchte mir einen 
leichten Kuss auf die Wange.

"Aber..."
begann ich....
"Ich weiss nicht mehr weiter.
Mein ganzes Leben ist wie ein Kartenhaus 
zusammengebrochen.
Wie Seifenblasen alle Träume 
zerplatzt."

Das kleine Mädchen lachte.

"Dann machen wir jetzt neue
Träume"
rief es....
und holte aus seiner Hosentasche
*Pustefix*

Meine Güte -
wie lange hatte ich das nicht mehr gesehen...
wann hatte ich zum letzten Mal Seifenblasen gemacht.

"Los...."
kicherte sie...
und hielt mir das Pusteteil hin...
"Wünsche Dir was und puste.
Du musst nur ganz fest dran glauben und vertrauen...."

Zweifelnd schaute ich sie an...

"Trau Dich"
flüsterte sie...
"Nur Mut....vertrau mir...."

Ich schloss die Augen...
wünschte mir von ganzem Herzen etwas...sah es bildlich vor mir..pustete
und öffnete wieder die Augen.

Unzählige verschieden grosse Seifenblasen schwebten durchs Zimmer -
komisch...
das Fenster war auf und hinaus in die Nacht.

Ich drehte mich um,
wollte dem Kind sagen..das ich einige wichtige Wünsche hatte.

Doch..
wo war sie...

"Sie ist weg !"
kam es da vom Schaukelstuhl,in dem die ältere Dame sass.

Aber was war das...
neben ihr lag nicht nur der schon erwähnte Hund..sondern zwei weitere Hunde 
und eine alte, sehr ergraute Katze.

Verwundert rieb ich mir die Augen.

Was ging hier vor.

"Du hast soeben den Grundstock Deiner Zukunft gelegt.
Indem Du akzeptiert hast,das man die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.
Zerplatzte Träume sich nicht mehr zurückholen lassen.

Aber man kann sich neue Träume erschaffen..in der Gegenwart für die Zukunft.

Lebe im hier und jetzt.

Trauere nicht der Vergangenheit hinterher.

Alles hatte einen Sinn.

Vertraue..Glaube...Lebe und lache - 

für die Zukunft ...DEINE Zukunft.

Freue Dich darauf...es wird spannend - 

lasse alles auf Dich zukommen und bedenke, 
mit jeder Entscheidung
schreibst Du die Geschichte Deines Lebens neu.

Du bist der Autor Deiner Lebensgeschichte.

DENN ES IST DEIN LEBEN "

Mittlerweile fielen die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster 
in das Zimmer und ich schaute verwundert auf die ältere Dame.

Sie sah aus wie....ICH ..in einigen Jahren  - 

sie lächelte....

"Freu Dich auf die Zukunft 
vertraue ..und...
alles wird gut "

Draussen ertönte ein Kinderlachen..

so früh am morgen ??

Merkwürdig.

Verwundert schaute ich aus dem Fenster und lächelte,
denn das kleine Mädchen...das mir da zu winkte
war ICH ...
als kleines Kind.

"Es ist nie zu spät, 
zu wünschen..vertrauen...
und glauben..."

rief sie mir zu..winkte und hüpfte davon.

Abermals verwundert wischte ich mir über die Augen,
schaute wieder auf die Strasse...
aber sowohl das kleine Mädchen..als auch die ältere Frau im Schaukelstuhl -
mein älteres ICH 
samt Tiere waren verschwunden.

Ich spürte, wie sich eine innere Ruhe in mir ausbreitete.

Es hatte aufgehört zu regnen, am Horizont spannte sich ein 
Regenbogen ....
wunderschön und deutlich wie selten.

Ich lächelte und wusste...


ALLES WIRD GUT !!!


 

© Tanja Hoffmann / Serafinchen Angel  07.10.2013
 
 
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